Kein Flugwetter… das GPS ist trotzdem dabei
Wiederentdecker Zeitvertreib: www.geocaching.com
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Immer schön bei der Sache bleiben!
Anton Krotow hat in 16 Jahren 600.000km trampend zurückgelegt. Das würde bedeuten, daß er als Streckenflieger auch etwa 600.000km geflogen wäre… nicht schlecht.
Wertvoller als alle Spekulation sind aber seine Tips zum Trampen:
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,619406-2,00.html
Mein Favorit:
“2. Unbezahlbare Dienste leistet ein Empfehlungsschreiben von einer Organisation, das die eigene Reise als eine Art Experiment oder Expedition kennzeichnet. Schon ein Ausdruck vom heimischen Computer mit einem selbstgebauten Stempel kann Wunder wirken, um Behörden und Fahrer von den rechtschaffenen Zielen des Anhalter-Reisenden zu überzeugen.”
Wallberg a letzten Wochenende
und ein lustiges Höhenprofil:
http://xc.dhv.de/xc/modules.php?name=leonardo&op=show_flight&flightID=63117
Aufstehen um 07:00. Dichter Nebel, Außentemperatur: 3.2°C.
Zum Frühstück: Weißbrot und einen recht gewöhnungsbedürftigen Powerbar “Wildberry” (rosa Farbe, rosa Geschmack). Um 09:30 immer noch neblig, vielleicht 5°C. Also vom Auto weg mit langer Hose, zwei Fleecepullis, Jacke und Mütze. Die ersten Mitstreiter laufen sich bereits in kurzen Hosen warm… oder fürchten in Ermangelung passender Kleidung der Erfrierungstod. Am Start wirds in der Menschenmenge langsam wärmer. Entscheidung für Sommerkleidung, T-Shirt, kurze Hose. 10:00 Startschuss. Kurze Zeit später gings auch schon los. Recht moderates Tempo. Im Englischen Garten gehts auf zum Teil recht engen Wegen in Mitten des 03:30-Pacermaker-Pulks recht zach voran. Immer wieder auf die Wiesen ausweichen. Dann noch kurz überschüssige Flüssigkeiten loswerden. Eine gute viertel Stunde hats gedauert, bis ich den 03:30 Pacemaker wieder in Sicht hatte. Inzwischen blinzelt die Sonne sporadisch durch den Nebel. Es geht den Montgelasberg hinauf, die Oberföhringer auswärts. Die Cosima wieder einwärts. Heimspiel. Es dauert eine weitere gute halbe Stunde, bis ich am 03:30-Mann mit all seinen Mitläufern vorbei war. Ohne den Menschenpulk gehts jetzt etwas regelmäßiger und zügiger vorwärts. Den Rosenheimer Berg hinabstürzend und dabei die lautesten Anfeuerer abklatschend gehts ins Tal und durch die Innenstadt. Gute 30km sind geschafft. Erste Verschleißerscheinungen in der Muskulatur machen sich bemerkbar. Aber es geht noch, einfach das Tempo halten. Der Magen rebelliert etwas. Die Trommler am Siegestor bringen ein leichtes Kribbeln auf der Haut und die Motivation steigt wieder. In der Elisabethstraße dann der Killer. Alkoholfreies Weißbier wird anstelle von Wasser angeboten. Nur wenige habens überhaupt probiert und die meisten offensichtlich auch gleich wieder weggeschüttet. Entsprechend bestialisch stinkt es auf dem Stück. Die letzten Betreuer am Weißbierstand machen sich einen Spaß und laufen mir mit dem Bier hinterher, natürlich nicht ohne gruselige Geräusche zu machen. Die Urangst bricht in mir aus und ich sprinte in Richtung Olympiastadion. Als ich mich kurz vor dem Marathontor nochmal umdrehe sind die Biergestalten aus dem Sichtfeld verschwunden. Endlich wird mir klar, worauf die angeblich leistungssteigernde Wirkung von Paulaner-Weißbier beruht. Der Zieleinlauf gerät zum Endspurt bei strahlendem Sonnenschein. 3:24:28. Mein Team empfängt mich freudestrahlend, versorgt mich mit warmen Klamotten, Essen und Trinken. Erst jetzt beginnen die Eindrücke zu wirken und ich genieße die Stimmung im ehrwürdigen Olympiastadion…
Mehr Infos und vermutlich auch Bilder gibts auf:
http://www.muenchenmarathon.de/
und noch mehr Bilder hier:
www.marathon-photos.com
Morgen um 10:00 gehts los. Zweieinhalb Monate Vorbereitungszeit hab ich mir gegönnt. 4-5 Mal pro Woche laufen, Strecken zwischen 10 und 30km jedesmal. Viele Sonnenuntergänge habe ich dabei draußen erlebt, Dunkelheit, Nebel, aber auch ordentliche Regengüsse. Auch Erlebnisse der besonderen (oder dritten?) Art waren dabei. So musste ich einmal dringend und unumgänglich das Gebüsch aufsuchen. Kein Problem soweit… Nur der Hundespatziergänger, der direkt am Ausgang des Gebüschs stehen blieb und mit beruhigender Stimme nach seinem altersschwachen und scheinbar tauben Hund verlangte:
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“Moooschiee kooommmm”…. Während dessen verlagere ich zum ersten mal mein Gewicht auf das andere Standbein. Stets darauf achtend, die Sichtlinie nicht mit dem Kopf zu überschreiten. “Moschilein, du sollst doch kommen, wenn ich dich rufe”. Mist! “(Pause)..Mooooschieeee….koooom”. Die Oberschenkel übersäuern langsam und beginnen zu zittern. Mag sein, dass es mit den 20km zu tun hat. Gleichzeitig bete ich, dass der Hund keinen Wind von meinen geheimen Machenschaften und deren olfaktorischen Wunderwerken bekommt. “Moooschiee..(noch eine Pause)… da bist Du ja eeendlich”. Herrchen beginnt jetzt offensichtlich, den Moschi ausgiebig zu streicheln. Ich verlagere mich wieder auf das andere Bein. Dabei knackt ein Ast…
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Mal sehen, was der morgige Tag so bringt!
Zwei Wochen. Zwei Wochen lang war die Sonne etwas eigenwillig. Wir mussten ihr hinterher fahren, nur so wollte sie sich zeigen. So kam es, dass wir zwei Tage im Pinzgau verbrachten (Krimml, Hollersbachtal MTB), drei Tage in Feltre/ Lago di Arsie/Bassano/Drei Zinnen, ein paar Tage Greifenburg, 5 Tage Flucht nach Istrien(Vrsar) wg. Wintereinbruch in den Alpen und noch ein krönender Flugtag in Greifenburg. Wir können durchaus bestätigen, dass die Sonne immer scheint. Man muss nur wissen wo und wann. Eine Fehleinschätzung kann da schnell mal ein Gewitter bedeuten, dass in einen Hagelsturm ausartet. Diesen sollte man am besten mit kurzen Hosen unter einem dürftigen Unterstand bei etwa 5 Grad zu miterleben, damit man auch richtig was draus lernt…
Hier ein paar Fotos: